ich höre düstere Fanfaren
im regen Klang der Erde dröhnen
hör die Erde traurig stöhnen
höre die Fanfaren tönen
ihre Perversion zu wahren
alles andre zu verhöhnen
ich vermag nicht zu bestimmen
wer wir sind und was wir waren
seh ja kaum das süße Glimmen
meinerseits im Erdenschimmern
über ungezähltem Flimmern
über ach so heeren Scharen
schmettern düstere Fanfaren
diese scheußlichen Fanfaren
die nicht fragen wer wir waren
nur behaupten was wir sind
nie den Grund verstehen wollen
der Essenz sind sie entrückt
und in ihrem Lärmesgrollen
tanzen Massen ganz verzückt
zuckt ihr Schein im Schauderwind
sehen nur noch diese Welt
die Jünger dieser Hohnfanfaren
für die Erde sind sie blind
hassen was wir wirklich sind
setzen zynisch ein Fanal:
während Schönheit sie verprellt
rastlos die Fanfare bellt
doch diese Erde ist ein Gral
nicht bloß kaltes Material
und die Fanaten ohne Scham
die schlagen sie kahl
schlagen sie arm
letztlich höhnt was bitter droht
sie schlagen sie kahl
und schlagen uns tot
Birger Stepputtis, 2025
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